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Haarwäsche ohne Shampoo

Bis vor ca. 7 Jahren wäre ich nie auf die Idee gekommen, meine Haare mit etwas anderem als Shampoo zu waschen. Als ich mich dann aber peu á peu der Naturkosmetik zuwandte, erwachte gleichermaßen meine Neugier und Experimentierfreude. Es gab/gibt schließlich so viel Neues zu entdecken! 

Viele alternativen Methoden der Haarwäsche-viele Resultate

Seitdem habe ich vieles an alternativen Haarwaschmethoden ausprobiert und finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich das Resultat ausfällt. Die Haare können seidig, schwer, fluffig-leicht, griffig, fest, stumpf, glänzend und vieles mehr aussehen und sich anfühlen. Manchmal ergeben sich auch wilde Kreuzungen der eben genannten Attribute. Eins ist sicher: Langeweile kommt auf dem Schopf nicht auf.

Im heutigen Haarbande-Post möchte ich meine bisherigen Artikel zur Haarwäsche ohne Shampoo noch einmal fein säuberlich und übersichtlich auflisten und mit einigen , hoffentlich nützlichen, Informationen spicken.

 

 

Haare mit Roggenmehl waschen

Mein Artikel vom November 2015: Roggenmehl für die Haarwäsche

Hui, ganz schön lange her, meine ersten Versuche mit Roggenmehl. Ich war ja anfangs recht skeptisch, ob die Haare mit nur zwei Zutaten, nämlich Roggenmehl und Wasser, wirklich sauber und zugleich gepflegt aussehen können. Aber ja, sie können.

In dem Artikel habe ich ein Basisrezept für sowohl kurze/mittellange, als auch lange Haare vorgestellt. Dem Grundrezept bin ich treu geblieben, wende nun allerdings hin und wieder nach der Haarwäsche mit Roggenmehl eine saure Rinse an. Dazu gebe ich einen oder zwei Esslöffel Apfel-oder Himbeeressig zu einem Liter kühlen Wasser und gieße mir die Mischung über den Kopf. Sie darf gerne im Haar verbleiben und gibt extra Glanz.

 

Haare mit Lavaerde waschen

Mein Artikel vom Juli 2017: Lavaerde für die Haarwäsche

Erde zur Reinigung von Haut und Haar ist ja ein uraltes Prinzip und eine rein physikalische Reinigung, die nicht entfettet. Ideal also, um auf ganz sanfte Weise von Staub und Schmutz zu befreien.

Sanft ist ja prinzipiell optimal, insbesondere, wenn man wie ich sehr empfindliche Haut und eine trockene Kopfhaut hat. Ungünstig wird es, wenn die sanfte Waschkraft schwächelt. So geschehen ab und an bei der weißen, losen Lavaerde von Logona, die es leider nicht 100%ig zuverlässig schafft, mir wirklich saubere Haare zu bescheren. Ihre Schwester, die braune lose Lavaerde, hat mehr Power. Sie reinigt mild und effektiv und wird überaus gerne von mir angewandt. Die weiße Variante wird nicht verschmäht, denn die benutze ich für Gesichtsmasken.

 

Haare mit Seife waschen

Mein Artikel vom Januar 2015:  Seife für die Haare

Ich kann nicht widerstehen und wasche mir, wenn mich die Lust dazu überkommt, gerne die Haare mit Haarseife. Auch wenn, (oder vielleicht gerade weil?) ich das Resultat meiner Haarwäsche nicht zuverlässig abschätzen kann.

Es gibt Hindernisse zu umschiffen und an vielen Stellschrauben zu drehen. Eine Wissenschaft für sich, ohja, aber die Herausforderung nehme ich gerne an. Wieso? Weil meine Haare nach einer geglückten Haarwäsche mit Seife genau so aussehen, wie ich das möchte. Sie sind seidig und weich, aber zugleich griffig, haben Spannkraft und Fülle. Nach einer missglückten Wäsche sind sie klätschig und stumpf und hängen traurig herab. Dazwischen gibt es nicht viel. You never know what you`re gonna get.

Es gibt so viele tolle Seifenmanufakturen, die mit wunderbaren Rohstoffen arbeiten. Es macht Spaß, sich da umzusehen und je nach Haarbedürfnis zu entscheiden.

 

 

Ich mag und praktiziere alle drei Haarwaschmethoden ohne Shampoo. Nichtsdestotrotz liebe ich es auch, Haarshampoos und feste Shampoobars zu verwenden und mich munter durch verschiedene Firmen und Produkte zu testen. Ich gestehe, ich bin diesbezüglich äußerst wankelmütig, das aber sehr gerne und mit viel Freude! :-)

Schaut unbedingt auf dem Haarbande-Blog vorbei und lest die Artikel meiner Mitstreiterinnen, zumal wir ein neues Mitglied in unseren Reihen begrüssen dürfen:

Die liebe Theresa von Projekt Schminkumstellung  bloggt seit 2014 über die Umstellung von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik. Dabei macht sie kontinuierlich kleine Schritte in Richtung eines einfacheren Lebens.
Nach langjähriger stiefmütterlicher Behandlung ihrer ungefärbten Naturwellen wäscht sie sich diese seit Anfang 2017 nach der Water Only Methode und berichtet über ihre Erfahrungen damit.

 

 

Womit wascht ihr eure Haare? Seid ihr ebenso experimentierfreudig oder denkt ihr, Roggenmehl ist eher zum Essen da? ;-)

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7 Comments

  • Reply Alternative Waschmethoden » Haarbande

    […] SchminkumstellungGreen shades of redTried it outWuschelineDurch grüne AugenZauberisch […]

    10. August 2018 at 18:00
  • Reply Theresa vom Projekt Schminkumstellung

    Liebe Meike,
    danke für’s Willkommen-Heißen, ich freue mich sehr über die Aufnahme in der Haarbande (: !
    Lavaerde war vor WO auch mein Mittel der Wahl, neben Amla, was ebenfalls super funktionierte. Roggenmehl habe ich bisher nur 1 Mal probiert, was auch gut funktionierte.
    An tatsächliche Haarseifen hatte ich mich nicht herangetraut, allerdings habe ich mal Aleppo-Seife probiert, die nicht so gut funktionierte ( wobei das wie du schon schreibst nichts heißen muss, denn es ist schon lange her und ich hatte mich anschließend nicht weiter damit beschäftigt).
    Liebe Grüße (: .

    11. August 2018 at 22:48
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Ich freue mich auch, dass Du dabei bist! :-)
      Seife ist wirklich sehr tricky für die Haare, kann gut klappen, muss aber nicht. Ich kann gut verstehen, wenn man da Berührungsängste hat.
      Liebe Grüße!

      26. August 2018 at 18:43
  • Reply Judith

    Liebe Meike,
    momentan verwende ich Wascherde und wollte auch bald die weiße Wascherde ausprobieren. Ich erhoffe mir davon eigentlich, dass man nicht ständig so umfangreich hinterher alles wegspülen muss und die ganze Handhabung etwas „sauberer“ ist als mit dunkler Wascherde. Roggenmehl werde ich sicher auch noch ausprobieren, bin aber mit dem Thema Wascherde noch nicht durch. Meine Mutter findet Roggenmehl zur Haarwäsche bereits toll :) und ich werde es sicher auch bald ausprobieren. Habe aber auch noch Khadi-Pulver da und das muss auch erst noch weg :)
    Viele Grüße von Judith

    12. August 2018 at 14:47
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Liebe Judith,
      ich verwende die weiße Wascherde derzeit eher für Gesichtsmasken, da mir der Reinigungseffekt für die Haare, wie schon geschrieben, zu lasch ist. Dass Deine Mutter auch Roggenmehl verwendet, ist ja irre. Mein Vater hat mir das auch mal erzählt, dass er die Haare gerade mit Roggenmehl gewaschen hat, aber das war natürlich nur ein Scherz. :-)
      Liebe Grüße,
      Meike

      26. August 2018 at 18:46
  • Reply Sandra // Green Shades of Red

    Hey Meike,
    ich bin gerade auch im Haarwaschalternativen-Fieber und (mit Ausnahme der basischen Seife) und fasziniert von den kräftig glänzenden Ergebnissen. Derzeit wasche ich mit Roggenmehl und rinse fleißig, auch an Lavaerde möchte ich mich demnächst nochmal heranwagen und das Shampoo stehen lassen. Wie du habe ich mit Kaolin, bzw der sehr feinen weißen Lavaerde für die Haare meine Probleme gehabt, da die Waschwirkung für mein Empfinden zu mild war – fürs Gesicht ist Kaolin daher aber super. .)

    Liebste Grüße nach Berlin!

    13. August 2018 at 14:06
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Huhu Du,
      ja, fürs Gesicht wende ich die weiße Lavaerde derzeit auch an. Klappt super und ist schön mild zur Haut! :-)
      Bei Dir muss ich gleich noch gucken und den Artikel zur Rinse lesen, denn Lavendel ist ja ein Liebling von mir!
      Liebste Grüße back nach Hildesheim,
      Meike

      26. August 2018 at 18:48

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