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ein arbeitsblatt des online-fotokurses camwoman

Getestet: Fotografie-Onlinekurs Camwoman*

Ich bin ein totales Augentier. Schon immer habe ich mich gern mit schönen Dingen umgeben, Freude an schickem Design gehabt. Unabhängig davon, ob es sich hier um Schmuck, Papeterie, Accessoires oder Möbel handelt.

Insbesondere Fotos stehen seit Ewigkeiten hoch bei mir im Kurs. Ich konnte und kann mich stundenlang damit beschäftigen, Bilder zu betrachten und in die Farben, das Licht und die Stimmung der Fotos einzutauchen. Diese Vorliebe war jedoch lange Zeit nur rein passiv. Klar habe ich auch Bilder auf Reisen und bei Veranstaltungen gemacht, aber der kreative Enstehungsprozess (guter) Bilder interessierte mich nur marginal.

Enstehungsgeschichte einer „Camwoman“

Dies änderte sich schlagartig mit dem Aufbau meines Blogs. Da ich selbst so gerne schöne Bilder betrachte und wertschätze, lag mir natürlich sehr daran, auch welche anzubieten. Ausgerüstet lediglich mit einer kleinen Kompaktkamera, habe ich mich an kreativen Hintergründen und spannenden Bildkompositionen versucht. Der Kauf meiner ersten DSLR-Kamera vor 1 1/2 Jahren war ein echter Durchbruch in puncto Ideenreichtum, denn endlich konnte ich mit der Tiefenschärfe spielen und die Fotos gemäß meines inneren Auges gestalten. (Was mal mehr, mal weniger gut klappt(e). :-))

Trotz aller Euphorie über die neue Kamera und die Möglichkeiten, die mit ihr kamen: So richtig vertraut wurde ich nicht mit ihr. Ich fuchste mich zwar recht schnell in die oberflächliche Handhabung ein und lernte via „learning by doing“, wie ich die angestrebten Effekte umsetzen konnte, kam aber über ein Grundniveau nicht hinaus. Speziell das Thema Bildbearbeitung war ein Buch mit sieben Siegeln für mich.

Umso mehr freute ich mich über die Gelegenheit, den im Frühjahr gelaunchten Online-Fotokurs Camwoman von Fotografin und Bloggerin Patricia Kaiser kostenlos ausprobieren und Euch vorstellen zu dürfen. Patricia „kenne“ ich virtuell, seitdem ich auf der Suche nach einem coolen Brautmodengeschäft auf einem ihrer Blogposts gelandet war. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch und blieb über eine gemeinsame Facebook-Gruppe für angehende Bräute mit ihr im Austausch.

 

arbeitsblatt vom fotokurs camwoman

 

Was genau ist „Camwoman“?

Camwoman ist ein Video-Online-Fotokurs, der sich vorwiegend an Frauen richtet, auch wenn Männer selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden. Patricia hat aber im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht, dass es zwischen den Geschlechtern oft Unterschiede in der Herangehensweise an die Fotografie gibt und möchte mit Camwoman der intuitiveren Form von Frauen Rechnung tragen.

Der Online-Fotokurs, der in der umfassendsten Form aus drei Modulen besteht, wird in drei verschiedenen Paketen angeboten. Alle Informationen zu den Paketen, Preisen und Optionen könnt Ihr hier nachlesen. Bis zum 26.12. gibt es übrigens satte 20% Rabatt auf alle Pakete. Just sayin´.

Mein Kurs CamwomanGOLD bestand aus den Modulen „1. Basics“, „2. Let´s take photos“ und „3.Bildbearbeitung“.

Camwoman-Modul 1: Basics

Wie der Name schon sagt, werden in diesem Modul die Grundlagen der Fotografie vermittelt. Patricia geht u.a. auf das richtige Equipment, Kameraeinstellungen, Blende, ISO und Belichtungszeit, die Kameramodi und Lichtverhältnisse ein.

Camwoman-Modul 2: Let`s take photos

In diesem Modul geht es „praktischer“ zu. Patricia verrät ihre ganz persönlichen Lieblings-Einstellungen an ihrer Kamera und gibt viele Tipps und Tricks zum richtigen Fokussieren sowie zur Natur-, und Menschen-Fotografie.

Camwoman-Modul 3: Bildbearbeitung

Hier dreht sich alles rund um die Bildbearbeitung. Um dieses Modul nicht nur passiv, sondern auch aktiv mitmachen zu können, sollte man im Besitz von Lightroom sein. Wer dafür nicht gleich in die Tasche greifen will, kann zunächst mit einer kostenlosen Testversion schauen, ob er mit dem Tool zurechtkommt.

 

Frau an der Nordsee am fotografieren

 

Meine Erfahrung mit „Camwoman“

So, nun geht es endlich ans Eingemachte. Die eigenen Erfahrungen mit solch einem Kurs sind schließlich das, was wirklich interessant ist, jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach. :-)

Aufbau des Online-Fotokurses

Als visueller Mensch wird man wahrlich nicht enttäuscht: Der Onlinekurs ist nicht nur übersichtlich strukturiert, sondern auch optisch ein wahrer Genuss. Zu jedem Modul gibt es schön aufbereitete Arbeitsblätter, die man sich vor dem Ansehen der Videos herunterladen und ausdrucken sollte. Auf den Arbeitsblättern finden sich jedoch keine Stichpunkte oder Zusammenfassungen des im Video Erlernten, sondern Quizfragen, die man nach den jeweiligen Videos beantworten sollte. Hier wird gleich klar, ob man die Informationen verstanden und verinnerlicht hat, oder ob es Sinn machen würde, sich das Video nochmal (oder einige Male) anzusehen.

Neben den Quizfragen sind auch viele praktische Aufgaben zu finden, die zum Üben und Sich-Ausprobieren anregen. Die Arbeitsblätter und die Videos ergänzen einander optimal und machen Spaß. Einmal erworben, kann man sich die Video natürlich unbegrenzt oft ansehen.

Die Videos

Man mag denken, dass es reichlich öde sein muss, sich Video um Video um Video einer jungen Frau anzusehen, die einfach redet. Ist es aber nicht, versprochen! Das liegt an 2 Dingen:

  1. Patricia hat eine ungemein warme, liebenswerte Ausstrahlung, ohne dabei langweilig zu sein. Sie erklärt und referiert mit einer Leidenschaft für Fotografie, die man spürt und hat dabei immer ein Lächeln auf dem Gesicht.
  2. Das Thema Fotografie interessiert einen ja von Haus aus, wenn man einen solchen Kurs belegt. Hier wird es einem alles andere als trocken und allzu technisch, sondern anschaulich und gut verständlich rübergebracht.

Austausch in sozialen Medien

Ich finde es klasse, dass man auch nach Absolvierung des Kurses nicht „alleingelassen“ wird, sondern die Möglichkeit des steten Austauschs geboten wird. Dazu gibt es eine eigene Facebook-Gruppe, in der sich die Camwomen vernetzen und über den Kurs und das Erlernte diskutieren können.

Ferner ruft Patricia jeden Monat zur Instagram-Challenge auf, indem sie ein Monatsthema vorgibt, welches visuell umgesetzt werden soll. Ich bin die glückliche Gewinnerin der November-Challenge, yay! Solche Erlebnisse, mögen sie auch noch so klein sein, motivieren wirklich und sorgen dafür, dass man am Ball bleibt.

Und? Was gelernt?

Auch wenn sich meiner Meinung nach Modul 1 eher an wirkliche Anfänger richtet, so habe ich auch in diesem Teilbereich einiges aufgefrischt und mitgenommen. Inbesondere das Zusammenspiel aus ISO, Blende und Belichtungszeit ist nun in meinem Gedächtnis verankert, wofür ich enorm dankbar bin. Bis dato hatte ich mir das immer mal wieder aus Büchern  zusammengesucht, aber nie wirklich 100%ig merken können.

Modul 2 hat mir viele Kniffe verraten, die man nicht an jeder Straßenecke findet und dafür gesorgt, dass ich mich nun (immer öfter) in den manuellen Modus traue. Mein bester Freund ist aber (bisher noch) der Halbautomatik-Modus-A, der die Belichtungszeit automatisch reguliert, wenn man ihm die gewünschte Blendenzahl vorgibt. Ich bleibe jedoch dran und übe fleißig auch im manuellen Modus.

Modul 3 war das spannendste Modul für mich, was daran lag, dass ich mit Lightroom gänzliches Neuland betreten habe. Bildbearbeitung war ein Teilaspekt des Fotografierens, den ich mehr als stiefmütterlich behandelt habe, da das Interesse und die Software fehlten. Zu sehen und auszuprobieren, was alles drin ist, wenn man in RAW fotografiert und mit Lightroom entwickelt, übt eine riesige Faszination auf mich aus.

Neuerdings ist es auch möglich, die Module einzeln zu buchen, so dass sich beispielsweise ein Crack im Fotografieren auch nur mit Bildbearbeitung beschäftigen kann.

 

Modul1 Camwoman Arbeitsblatt

 

Fazit

Ich danke Patricia sehr dafür, dass ich den Kurs kostenlos ausprobieren durfte und kann ihn wärmstens empfehlen. Obgleich man viel lernt und durch die Quizfragen und Aufgaben gefordert wird, fühlt es sich so an, als erklärte einem eine gute Freundin die Welt der Fotografie.

Toll finde ich, dass einem nie eine Einstellung oder Funktion „aufgequatscht“ wird, vielmehr wird man permanent dazu ermutigt, seinen eigenen Fotografier-, und Bearbeitungsstil zu finden. Patricia zeigt einem die Möglichkeiten auf, lässt die Kurs-Anwärterinnen auf ihren Stil schauen und verweist auf die Kreativität, die in einem jeden schlummert und geweckt werden will.

Also ich bin wach und habe tierisch Lust, mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Sei es für gute Blogfotos, als auch für mich selbst. Portraits sind nämlich nicht nur Patricias, sondern auch meine Lieblingsdisziplin.

Was bedeuten Fotos für Euch? Habt Ihr Spaß daran?

 

 

 

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3 Comments

  • Reply Karin | Green Conscience

    Ich schaue auf YouTube sehr viele Videos zum Thema Fotografie, mein theoretisches Halbwissen ist enorm. Ich kann mich aber nicht dazu aufraffen, tatsächlich im manuellen Modus zu fotografieren, mir ist das zu mühsam. Ich „sehe“ ein Motiv, ich wähle ein Objektiv, aber dann muss das Bild innerhalb von – naja – 30 Sekunden im Sucher sein. Da noch rummachen wegen der Blende und dem Kram … Und beim nächsten Foto vergessen, dass ich an den Einstellungen gedreht habe … Nicht so mein Ding.

    Aber vielleicht ist das der ideale Ausgangspunkt für so einen Kurs!

    7. Dezember 2017 at 6:36
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Vielleicht! :-)
      Wie gesagt, mein Lieblingsmodus derzeit ist ja auch der A-Modus, wie er bei Nikon heisst. Ich wähle einfach immer die Blende, die ich haben möchte und den Fokuspunkt und die Kamera macht den Rest. Das geht eigentlich total fix und easy.
      Auslernen wird man beim Thema Fotografie eh nie, echt ein komplexes Thema.
      Liebe Grüße!

      11. Dezember 2017 at 17:21
    • Reply Patricia

      Dazu muss ich jetzt auch mal meinen Senf abgeben. Im Kurs sage ich auch, dass der Halbautomatik-Modus mein liebster Modus ist, vor allem bei Hochzeiten und Reisefotografie. Denn da zählt genau das, was du ansprichst. Dass man das Motiv sieht und dann alles stimmen muss und man einfach abdrückt. Im Kurs geht es überhaupt nicht darum, immer die perfekte Einstellung im Manuellen Modus zu finden. Denn das ist nicht das, was Fotografie meiner Meinung nach ausmacht. Es geht um sehr viel mehr im Kurs. Aber das hat Meike ja sehr gut erklärt. :-)

      17. Dezember 2017 at 16:45

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