Follow me:

Haarbande: Von Traumhaaren & Co

Nach einigen Monaten Abstinenz bin ich endlich mal wieder bei einem Haarbande-Post dabei. Zeit wurde es! Zwischenzeitlich ist viel passiert, ich habe geheiratet und geflittert. Es war gar nicht so leicht, danach wieder in der Realität und im Alltag anzukommen, so verzaubert war/bin ich. 

 

 

Manchmal ist es auch einfach so, dass das Monatsthema der Haarbande nicht zu mir und meinen Haaren passt. Umso schöner finde ich es, dass wir das innerhalb unserer Kooperation so entspannt handhaben und jede Haarbanditin jederzeit aussetzen kann, wenn dies der Fall ist oder eben das wahre Leben dazwischenkommt.

Das heutige Thema lautet: Von Traumhaaren und Wunschlängen. Doch bevor ich mit dem Thema beginne, möchte ich Euch zwei Neuzugänge der Haarbande vorstellen:

Sandra aka Mexicolita 

 

 

„Mexi hat die Zeit der Dauerwellen und chemischen Haarfarben hinter sich gelassen. Seit 2013 färbt sie ihr feines, überschulterlanges Haar mit Henna und Pflanzenhaarfarben und ist seitdem auf der Suche nach dem perfekten Rot.
Auf ihrem Blog schreibt sie über vegane Naturkosmetik. Ab und zu gibts dort auch leckere, einfache & pflanzenbasierte Rezepte zum Nachmachen.“

Mandy von braids.life

 

 

„Hier geht es vor allem um alltagstaugliche Frisuren, Hairhacks und ein wenig „Alltagsblabla“. Mandy zeigt auf ihrem Blog, dass Zeitmangel und „on tour“ sein keine Ausreden mehr für ungestylte Haare sind.
Frisuren müssen manchmal von morgens bis abends halten – im Urlaub und zu Hause. Und genau darum geht es, denn in der modernen Welt hat niemand Zeit für eine Frisur, die nur für ein Foto lang hält.“

Willkommen bei uns, ihr zwei! :-)

 

Traumhaare im Wandel der Zeit

„Damals als Kind/Teenie“

Als Kind und Teenie habe ich mir über meine Haare eher weniger Gedanken gemacht. Sie waren halblang und sie waren da, das hat gereicht. Natürlich durften die obligatorischen Dauerwellen und Spielereien mit Haartönungen nicht fehlen, das verstand sich von selbst. Wer gerne Fotos vom Verlauf meiner Haare (Kleinkind bis heute) gucken möchte, schaut bitte hier vorbei.

Reale Haarvorbilder hatte ich nicht, lediglich kleine Schwärmereien. Als 1997 „Titanic“ in die deutschen Kinos kam, war ich sehr beeindruckt von „Rose`s“ roter, lockiger Haarpracht. Ihr Haare waren so rassig und voll und die Frisuren aufwändig und verspielt. Wunderschön. Bei aller Bewunderung war mir aber sehr wohl bewusst, dass mir so ein Farbton definitiv nicht stehen würde.

Blonder zu sein war dann lange Zeit mein erklärtes Ziel und meine Vorstellung von Traumhaaren. Meine Naturhaarfarbe, ein sattes Dunkelblond, galt es mit sämtlichen Mitteln, die von Blondiersprays bis hellen Strähnchen vom Friseur reichten, zu übertünchen. Die Haarlänge hielt ich mehr oder minder konstant, sie schwankte stets zwischen knapp überschulterlang und Brust.

2011

Eine Zäsur stellte das Jahr 2011 dar. In diesem Sommer entdeckte ich mehrere kahle Stellen auf meinem Kopf, die sich rasant vermehrten. Kreisrunder Haarausfall. Bäng. Diese Autoimmunerkrankung nahm mir nicht nur viele Haare, sondern auch einen großen Teil meines Selbstbewusstseins und Selbstbilds. Mir wurde bewusst, wie schmal der Grat zwischen Normalität und Chaos war. Mehr zu dem Thema habe ich im damaligen Flechtwerk-Post „Warum lange Haare“ geschrieben.

Wunschhaare waren für mich nun nicht mehr hellere Haare, sondern gesund und kräftig nachwachsende, lange Haare. Ich ließ das Färben sein, fand über die Haarpflege meinen Zugang zur Naturkosmetik, lernte meine Naturhaarfarbe lieben und freute mich über jedes neue Babyhaar, was auf meinem Schopf wieder spross.

Kräftige, gesunde Haare in lang war nun das Ziel. Ich war gespannt, wie lang meine feinen, splissanfälligen Haare werden konnten und tat eine ganze Menge dafür, sie zu hegen und zu pflegen.

 

 

Aktuell

2015/2016 hatte ich die wohl längsten Haare meines Lebens. Sie gingen knapp bis zur Taille, waren ungefärbt und ungestuft und ich fand sie: langweilig. Trotz guter Pflege, regelmäßiger Trimms und Haarschonung par excellence wurde ich einfach nicht Herr meiner fisseligen Spitzen. Blondierungen und Co schienen also gar nicht die Ursache meines Spliss zu sein, sondern meine Haarstruktur als solche. Mein einzelnes Haar ist sehr fein und neigt zum Verkletten, was die Thematik von langen Haaren schwierig macht. Obwohl durch meine vielen Haare optisch ein gutes Volumen vorhanden ist, musste ich mir eingestehen, dass mir richtig lange Haare einfach nicht stehen. Mit „richtig lang“ meine ich Taille und abwärts.

So schön ich langes, volles Haar bei anderen finde: Es scheint nicht mein Weg zu sein. Ich habe festgestellt, dass mir ca. brustlanges Haar am besten steht. Bis zu dieser Länge machen meine Spitzen einigermaßen mit und ich fühle mich in meiner Haut wohl.

Obwohl ich nach wie vor Naturkosmetik verwende und meine Haare auch sehr gerne pflege, bin ich weniger „streng“ geworden. Im März diesen Jahres kam ein ordentliches Stück ab und ich ließ zum ersten Mal seit 6 Jahren chemische Farbe in Form von einem ganz dezenten Balayage an mein Haar. Die Aufhellung ab Ohr/Kinnlänge hatte mit den Jugendsünden von gelbstichigem, viel zu hellem Haar nichts mehr zu tun, da ich mittlerweile weiß, welche Nuancen mir stehen und welche nicht. Meine Naturhaarfarbe mag ich übrigens immer noch und freue mich, wie sie in unterschiedlichen Lichtverhältnissen changiert. Sie ist ein Chamäleon, und das finde ich gut.  :-)

Die zu kurz geratenen Haare von März sind mittlerweile wieder zu meiner Wohlfühllänge nachgewachsen.

Traumhaare für mich sind Haare, mit denen ich mich wohlfühle, vollkommen egal, ob sie zur Schulter, der Taille oder den Knien gehen. 

Soweit zu mir. An anderen Mädels finde ich prinzipiell gepflege, lange Haare schön, wobei ich weniger auf die Haarfarbe, sondern eher auf das Gesamtpaket achte.

Klar hätte ich nichts gegen kräftiges, splissunempfindliches Haar in leichten Wellen einzuwenden. Ich würde sogar laut „Hier“ schreien, wenn ich die Wahl hätte. Da mein Haar aber eine Mimose ist, muss ich damit leben. Immerhin ist es da, was mich enorm glücklich macht.

Schaut unbedingt bei der Haarbande vorbei und lest die Gedanken der anderen Haarbanditinnen zum Thema! Habt Ihr Wunschhaare oder Wunschlängen oder seid Ihr vollends zufrieden mit dem, was Ihr habt?

 

 

Previous Post Next Post

Vielleicht interessiert Dich auch das:

8 Comments

  • Reply Valandriel Vanyar

    Schade, dass deine Haare eine größere Länge nicht mitmachen… Wobei man da sicher noch das ein oder andere Schräubchen drehen könnte. Mein Lieblingsbeispiel für feines aber langes Haar ist Lady Amalthea.
    Aber das wichtigste ist, dass DU zufrieden bist und da ich das bei dir herauslese, ist ja alles prima =)
    Ich finde es immer so schade, wenn Frauen irgendwelchen utopischen Idealen hinterher jagen und sich dabei womöglich die Haare stark zerstören…

    Liebe Grüße
    Valandriel
    Valandriel Vanyar hat kürzlich veröffentlicht…[Haarbande] Von Traumhaaren und WunschlängenMy Profile

    10. August 2017 at 19:02
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Liebe Valandriel,
      kann gut sein, dass man an dem ein-oder anderen Schräubchen noch drehen könnte, aber selbst wenn, würde mir eine größere Länge einfach nicht stehen. It´s as simple as that. ;-) Leider. Dennoch wäre es toll, wenn meine Haare nicht so zart wären, klar. Zum Glück habe ich viele davon.
      Liebe Grüße,
      Meike

      10. August 2017 at 19:58
  • Reply Mexicolita

    Oh yes.
    Traumhaare = Wohlfühlhaare kann ich absolut unterschreiben, ich sehe das ganz genauso.
    Mir hat der Haarausfall (wenn auch nicht kreisrund) nach meiner Schilddrüsen-OP auch ganz schön zu schaffen gemacht. Wenn feines Haar plötzlich noch weniger wird, dann ists ganz blöd.

    Ein Hoch auf mehr Gelassenheit.
    Liebe Grüße! .)

    12. August 2017 at 17:29
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Wir beide haben derzeit eine ähnliche Länge, glaube ich, und beide auch eher feines Haar. Da ist Haarausfall in der Tat der Overkill. Merkwürdigerweise hat kein Mensch monatelang etwas bemerkt damals, bis ich es „verraten“ habe. Obwohl ich über 50 Stellen hatte. Da kam mir die große Anzahl an Haaren echt zugute. Feine und zugleich wenige Haare hätten das nicht kompensieren können.
      Aber ja, Gelassenheit ist immer gut!
      Liebe Grüße zurück,
      Meike

      13. August 2017 at 16:19
  • Reply Mny

    Ich finde es so schön, dass alle etwas anderes zu dem Thema erzählen können und alle andere Vorstellungen haben. Das Ziel „gesunde Haare“ finde ich auch super. So simpel es doch ist… darüber habe ich nicht nachgedacht. Manchmal verückt :) Über das schöne Schloss Falkenstein haben wir ja schon gesprochen und wie klein die Welt ist :)

    Lg, Mny von http://www.braids.life

    16. August 2017 at 9:43
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Liebe Mandy,
      ich mag die Vielfalt in unserer Gruppe auch total. Manchmal ist sowas simples wie „gesunde Haare“ fast das Schwierigste. ;-) Ähm, Schloss Falkenstein? Da steh ich auf dem Schlauch, verwechselst Du mich? ;-)
      LG
      Meike

      17. August 2017 at 14:52

    Leave a Reply

    CommentLuv badge
    ""