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Foto von DurchgrueneAugen mit Blick nach unten

Haarige Angelegenheit: Pony ja oder nein?

The struggle is real: Den Wunsch nach optischer Veränderung kennt wohl jede/r. Aber während die einen dann einfach „machen“, wälzen andere den Gedanken in ihrem Kopf hin und her. Wägen Vor-und Nachteile gegeneinander ab, malen sich visuelle Horrorszenarien oder den gelungenen Look genüsslich erschaudernd aus.

In meinem speziellen Fall geht es um einen Pony. Hier muss ich immer lachen, denn eine ehemalige Mitbewohnerin aus alten WG-Tagen pflegte stets „das Pony“ und „ein Pony“ zu sagen, wenn sie von der Frisur sprach. Mein Einwand, dass „das Pony“ bestenfalls auf der Weide steht, ließ sie relativ unbeeindruckt. Aber das nur am Rande. :-)

 

Warum einen Pony?

Meine Haare färben möchte ich nicht, da mir meine Naturhaarfarbe derzeit ganz gut gefällt. Länge verlieren steht ebenfalls nicht auf meiner Wunschliste. Nichtsdestotrotz fühle ich mich seit einiger Zeit förmlich gelangweilt von meinen Haaren, da sie seit Ewigkeiten gleich aussehen. Ein Pony verändert da den Look schon dramatisch, wie ich finde. Auch simple Frisuren wie Pferdeschwanz und Dutt bekommen eine vollkommen neue Aussage. Da ich seit Jahren meine Haare selbst schneide, gefällt mir der Gedanke, mal wieder einen richtigen Schnitt verpasst zu bekommen und mich in die (hoffentlich) vertrauensvollen Hände einer (Natur)Friseurin zu begeben, sehr.

Dennoch sind die Gefühle gemischt. Was, wenn ich hinterher mit der Entscheidung hadere und Zeter und Mordio schreie? Immerhin dauert es, vorsichtig formuliert, schon ein ganzes Weilchen, bis sich solch ein Schnitt an die bestehende Länge wieder herangearbeitet hat. „Jahre dauert es, viele Jahre!“ flüstert eine lauter werdende Stimme in meinem Kopf.

Einen Pony trug ich während meiner Kindheit fast durchgängig, zuletzt mit 12/13 Jahren. Folgendes Bild ist nicht unbedingt repräsentativ, da ich, wenn überhaupt, beabsichtige meinen Pony etwas länger zu tragen. Warum ich doch recht skeptisch dreingucke, obwohl ich doch mit einem leckeren Eis bewaffnet bin, weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht hatte ich Sorge, es würde mir gemopst?

 

Kinderbild mit Pony

 

Um sich mal in möglichst rationaler Weise dem Unterfangen zu nähern, möchte ich meine ganz persönlichen Vor-und Nachteile einmal aufzählen:

 

Vorteile einer Ponyfrisur:

  • Völlige Typveränderung, ohne die restliche Haarlänge opfern zu müssen
  • You only live once heißt es doch so schön, oder? Einfach mal was wagen
  • Lässiger Look auch im Pferdeschwanz und Dutt
  • Abwechslungsreiche Variationen möglich (Pony gerade, seitlich, etc.)

 

Nachteile einer Ponyfrisur:

  • Bedenken, ob es mir zu Gesicht steht. Mein Gesicht/Kopf ist eher klein und von der Form rundlich. Per se nicht gerade ideale Voraussetzungen für einen Pony
  • Stirnfrei wirken Frisuren edler und erwachsener, wie ich finde. Da ich nächstes Jahr heirate…..
  • Einbußen an Haarfülle
  • Ein Herauswachsen des Ponys dauert sehr lange und die Übergangslänge ist-gelinde gesagt-schwierig und nervig.
  • Häufiges Nachschneiden und Stylen erforderlich

 

Es steht also 4:5 gegen einen Pony. Hm. Was nun? Wenn überhaupt, würde ich den Schnitt eh erst im Herbst wagen, da mir bei den derzeitigen Temperaturen allein der Gedanke an Haare vor der Stirn den Schweiß auf selbige treibt. Der nächste Sommer kommt aber bestimmt…Ihr seht, es bleibt spannend. :-)

Wie schaut es bei Euch aus? Schon mal einen Pony getragen? Könnt Ihr mir bei meinen Vor-und Nachteilen zustimmen oder seid Ihr anderer Meinung? Habe ich wesentliche Punkte vergessen?

 

 

 

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19 Comments

  • Reply Lena

    Herrlich, ich habe laut gelacht beim Lesen – einfach weil ich jedesmal exakt den gleichen Gedankengang durch exerziere und stets dachte es geht nur mir so. :-D
    Ich kann dir nur sagen: ich habe es nach gefühlt ewigem Abwägen stets gelassen mit dem Pony schneiden. Bei ANDEREN finde ich diesen klassischen Look ohne Pony auch irgendwie immer klassisch elegant und nie langweilig. Ich tröste mich dann, dass ich für die anderen ja die andere bin…;-) Das hilft mir dann es selbst wieder so zu empfinden. Okay das klingt ein wenig gestört glaube ich – aber du verstehst mich bestimmt, wir haben ja ähnliche Gedankengänge… ;-)

    Liebe Grüße,
    Lena

    27. Juli 2016 at 23:35
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Gar nicht gestört, liebe Lena, ich verstehe Dich bestens! (Oder bin genauso gestört…Wer weiß, hehe). Danke für Deinen Input! Komisch eigentlich, dass man sich da so viele Gedanken macht, oder? Wächst ja wieder. Ich glaube, würde ich nächstes Jahr nicht heiraten, wäre ich viel mutiger.
      Liebe Grüße,
      Meike

      29. Juli 2016 at 14:13
      • Reply Lena

        Einigen wir uns auf gegenseitiges Verstehen… :-D
        Am Ende schneidest du dir einen Tag vor der Hochzeit einen für deine Brautfrisur – lassen wir uns überraschen. :-)
        LG Lena

        29. Juli 2016 at 22:08
        • Reply Meike/ Durch grüne Augen

          Machen wir, gebongt! ;-D
          Haha, einen Tag vor der Hochzeit…Da habe ich vermutlich genug damit zu tun, meine Nervosität im Zaum zu halten. :-)

          31. Juli 2016 at 14:51
  • Reply Fräulein Immergrün

    Ich bin da schmerzfrei und variiere ständig. Klar ist das rauswachsen vl nervig, aber selbst da gibt es tolle Varianten .
    Ich trage gerade einen Vollpony, mag es sehr und finde sogar, dass damit eine Frisur hipper und nicht so streng aussieht.
    Aber ich war auch schon immer recht spontan, was Haare anging. Mittlerweile sind sie für mich echt lang (so Brustansatz) und ich bin drauf und dran sie mir wieder abschneiden zu lassen. Wächst doch wieder.

    Lass dich einfach beim Friseur deines Vertrauens beraten. Er wird schon wissen, ob und welche Art pony dir steht ;-)

    28. Juli 2016 at 17:05
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Dann gehörst Du eindeutig zur ersten Kategorie Mensch! Find ich gut und sehr mutig. Jup, beraten lassen werde ich mich auf alle Fälle und dann mal sehen, was dabei herauskommt…

      31. Juli 2016 at 14:30
  • Reply Westend Birds

    Liebe Meike,
    schöner Beitrag, ich kann deinen Gedankengang absolut nachvollziehen. Ich hatte mich vor ca. 5 Jahren für einen Pony entschieden, da ich ähnlich wie du eine Veränderung meines Looks wollte, ohne dabei Haarfarbe oder -länge drastisch zu ändern. Leider stellte sich diese Veränderung als sehr pflegeintensiv heraus, der Pony musste ständig gestylt und geföhnt werden, beim Sport und im Arbeitsalltag waren die Haare im Gesicht auf Dauer sehr nervig und der positive Effekt der Veränderung stellte sich mit der Zeit auch ein.
    Seitdem nehme ich lieber mit neuen Schnitten vorlieb, die wachsen schneller wieder raus :-)
    Liebe Grüße,
    Julia
    http://www.westendbirds.com

    29. Juli 2016 at 12:41
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Liebe Julia, das ist genau der Punkt, der mir am meisten „Magenschmerzen“ bereitet. Die Pflegeintensität. Ich style nämlich derzeit meine Haare überhaupt nicht. Waschen, pflegen, lufttrocknen lassen und fertig. :-)
      Danke für Dein Lob und Deinen lieben Kommentar!
      Viele Grüße,
      Meike

      31. Juli 2016 at 14:32
  • Reply Mona • Fairwandlung

    Hallo liebe Meike,

    ein wirklich schöner Artikel :)

    An diesem Punkt war ich schon so oft: Pony ja oder nein?! :)

    Früher als ich noch jung war… – das klingt toll ;) – hatte ich fast durchgehend Frisuren mit Pony. Irgendwann hatte ich es aber satt und habe mir dann meine Haare wachsen lassen.
    Das Thema Pony geistert mir aber immer mal wieder im Kopf herum – es kann halt schon echt stylisch aussehen…

    Ich glaube aber, dass ich mich vorerst nicht für ein Pony entscheiden werde, da ich es angenehm finde, wenn ich alle Haare aus dem Gesicht nehmen kann, ohne dass irgendwelche Fransen meine Sicht vernebeln :)

    Ganz liebe Grüße

    Mona

    29. Juli 2016 at 20:22
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Danke, liebe Mona! :-)
      Ja, da sagst Du was. Beim Abschminken etc muss man dann immer zusehen, ein Haarband parat zu haben, um sich die Ponyfransen aus der Stirn nehmen zu können. Komisch, dass der Pony so die Geister scheidet. Stylisch finden ihn (wie ich auch) viele, aber viele schrecken doch vor dem Aufwand zurück…
      Liebe Grüße,
      Meike

      31. Juli 2016 at 14:35
  • Reply Pandas Mum

    Oha mein letzter Pony liegt 2,5 Jahre zurück und ich habe ihn ganz ganz schnell wieder rauswachsen lassen. Hauptgrund? Der Waschzyklus! Ohne Pony wasche ich alle drei Tage, mit Pony wollte ich am liebsten jeden Tag waschen, da konnte mir auch Trockenshampoo nicht helfen. Grund zwei: Ich trage/trug eigentlich immer Dutt oder Pferdeschwanz weil mich Haare im Gesicht derartig nerven :D Dazu kam noch der erhöhte Stylingaufwand, der mit kleinem Babypanda zeitlich nicht drinnen war. Aber sonst finde ich Pony einfach soo stylisch und mir gefällt er auch an so ziemlich jeder Person :) bei den Vorteilen kann ich dir nur zustimmen! Ich würde auch nie radikal Haarlänge abschneiden oder färben wollen und ein Pony verändert echt was. das Herauswachsen hat mich gar nicht so gestört (zumindest ab dem Zeitpunkt wo er in den Dutt gepasst hat^^) Ich bin gespannt wie du dich entscheidest!
    Liebe Grüße

    29. Juli 2016 at 20:23
    • Reply Lena

      Ohhhh…da sagst du was! Mein letzter Pony ist schon so lange her, dass ich die Sache mit dem Haare waschen ausschließlich wegen des Ponys (!) schon total vergessen habe. :-D Jetzt wo ich so froh bin meinen Haarwaschzyklus dank Roggenmehl verlängert zu haben… Das hat mir jetzt gerade sehr weitergeholfen (dir ja vielleicht auch Meike?) ;-) Ich bin gespannt – gib uns auf jeden Fall ein Update, wenn es soweit ist. :-)
      Einen schönen Abend noch zusammen,
      Lena

      29. Juli 2016 at 22:05
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Ich bin auch gespannt, wann und wie ich mich entscheide! :-)
      Vielleicht kann man über dem Waschbecken dann und wann nur den Pony waschen, so hält man seinen Waschzyklus, der bei mir auch bei 3 Tagen liegt. Ich habe da mal ein YouTube-Video zu gesehen, weiß aber leider nicht mehr, von wem.
      Liebe Grüße!
      Meike

      31. Juli 2016 at 14:37
  • Reply Emma

    Ich war bis jetzt stille Mitlesererin … und trage seit 1.5 Jahren einen Pony. Ich wasche den Pony alle zwei Tage und im Sommer täglich. Er verdeckt so wunderbar meine Stirnfalten, darum hat er diese Pflege verdient. Er macht mich frischer und meine Ballerinas sehen trendig aus. Meine Uhr auch. Er lässt mein sehr schmales Gesicht etwas weniger schmal erscheinen und gibt jedem Outfit eine andere Aussage. Er wirkt sehr französisch und stylisch. Siehe Gainsbourg, Birkin, Doilon, etc … Ich habe jetzt nicht mehr bloss Haare auf dem Kopf, sondern so etwas wie eine Frisur. In drei Monaten wäre er weg. Nicht ganz weg aber nicht mehr Pony-Pony. Also unbedingt Daumen hoch!
    Alles Liebe
    Emma

    30. Juli 2016 at 10:34
  • Reply Andrea

    Als Kind musste ich Pony tragen und ich habe es gehasst. Als ich in die Pubertät kam, hatte ich sehr fettige Haut und der Pony war meistens genauso fettig wie die Stirn – urgs. Ich habe mir das mit 20 rauswachsen lassen und seither nie mehr Pony getragen. Ich werde es auch nicht tun, egal, was die Mode sagt!

    30. Juli 2016 at 15:05
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Cooles Statement! Find ich gut!
      Was die Mode sagt, interessiert mich da auch nicht, ich finds halt einfach schick. :-) Kommt aber auch sehr auf die Art des Ponys an.

      31. Juli 2016 at 14:38
  • Reply Lena

    Ist die Entscheidung schon gefallen?

    Ich finde ein rundlicheres Gesicht (jetzt wirklich oder von dir nur eingebildet ^^) kommt dann mit einem Pony gut klar, wenn er etwas zackig geschnitten ist. Also ein Mittelding zwischen schräg und glatt und einfach mit ein bisschen Dynamik. Wie bei dieser Dame (http://thebestfashionblog.com/wp-content/uploads/2015/02/2015-Messy-Bob-Haircuts-With-Fringes-5.jpg). Ich meine dabei nicht die Länge und auch nicht den asymmetrischen Schnitt, sondern nur die ausgezackte Form.

    Vielleicht solltest du dich da noch mal eingehend beraten lassen, was die Länge angeht. Denn je länger, desto mehr Raum nimmt er natürlich ein.

    Und ganz wichtig: wie pflegst du dein Haar? Möchtest du dein Waschzyklus verlängern, bürstest du eher, damit das Haar schneller wächst? Denn dann würde ich echt davon abraten. Denn zwangsläufig ist man immer mit den Fingern im Pony. Und dann wird er nun mal schneller fettig. Und man kann ihn nicht, wie bei dem Deckhaar ohne Pony, einfach nach hinten kämmen und einen Dutt tragen.

    Am Ende sind aber all diese Überlegungen egal. Denn wenn dich der Gedanke nicht los lässt, dann bindet das Nachdenken darüber total viel Lebensenergie. Selbst wenn du es danach bereuen solltest, wächst er nach und es nichts Schlimmes passiert. Aber du hast es wenigstens ausprobiert und fragst dich nicht länger ‚was wäre wenn‘.

    Tu dir doch einfach was Gutes und geh zu einem Naturfriseur. Die haben es eigentlich immer total drauf. Und die haben noch mal einen ganz anderen Erfahrungsschatz und auch nicht den kapitalistischen Hintergrund dir unbedingt etwas schneiden zu wollen, an dem sie weiterhin verdienen können. Solltest du dich dann vor Ort doch dagegen entscheiden, ist so ein Naturfriseurschnitt echt was Feines. Meist liegt das Haar danach ganz anders. Viele wenden irgendwie so eine rhythmische Schnittform an, die ich absolut nicht verstehe, aber das Haar irgendwie anders liegen lässt. Bei manchen verschwinden dann Wirbel oder der Scheitel ändert sich.
    Vielleicht auch nur Plazebo :)

    So oder so, du wirst klasse aussehen!

    30. Juli 2016 at 21:35
    • Reply Meike/ Durch grüne Augen

      Liebe Lena,
      ja, zum Naturfriseur würde ich damit auf alle Fälle gehen. Ich war schon 5 Jahre nicht mehr bei einem Friseur im Allgemeinen, und ich habe mal wieder Lust, mich betüddeln zu lassen. ;-) Das dann gleich mit der neuen Erfahrung eines Naturfriseurs zu verbinden, finde ich klasse.
      Ich werde den Gedanken noch ein wenig kreisen lassen und dann im Herbst zum Friseur gehen. Entweder habe ich danach einen Pony, oder eben einfach nur einen Spitzenschnitt, falls er abraten sollte.
      Awwww, danke! Du Liebe!!

      31. Juli 2016 at 14:41
  • Reply Ief

    Als meine Haare länger wurden, wollte ich eigentlich alle gleich lang haben. Irgendwann fand ich (und andere auch), dass das bei mir zu streng aussieht, da ich auch ein eher rundes Gesicht habe. Habe genauso rumüberlegt wie du und mir dann vom Friseur eine Art Mini-Pony schneiden lassen um das Ganze erstmal zu testen, d.h. nur ca 1 cm breit (auf der Kopfhaut gemessen)… hoffe, man versteht, wie ich das meine. Ich habe nämlich einen Wirbel an der Stirn und deshalb fallen die Ponyhaare bei mir auch immer zur Seite. Von daher kann ich ihn auch gut unter den längeren Deckhaaren an der Seite verstecken. Habe den Pony auch erstmal nur auf Höhe Nasenspitze kürzen lassen, damit man ihn dann bei Nichtgefallen schnell wieder mit in den Zopf oder Dutt bekommt. Fazit: Werde mir in ein paar Tagen den Pony nun etwas breiter bzw. voller schneiden lassen, weil ich finde, es steht mir einfach besser.
    Bin mal gespannt für was du dich entscheidest :-)

    31. Juli 2016 at 23:33
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