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Herzensorte: Und es hat Zoom gemacht [Gedanken-Potpourri]

Es gibt so Orte, die einen irgendwie packen und nicht mehr loslassen. Die sich wie eine wärmende Wolldecke um einen legen und ein wohlig-behagliches Gefühl auslösen. Geborgenheit. Innerer Frieden.
Oder ganz anders: Die schier unbändige Energie in einem freisetzen und die Endorphine tanzen lassen. Freiheitsgefühl. Hochstimmung.

Egal um welche Variante (oder auch Mischform) es sich handelt, sie haben eines gemeinsam: Man fühlt sich angekommen. Spürt eine tiefe Freude in sich. Ob das nun die heimelige Couch, die Badewanne, eine Wiese, Orte, Landschaften, Städte oder gar Länder sind. Jeder trägt solche Orte in sich, die für sie oder ihn magisch sind.

Ein solch magischer Ort war in meiner Kindheit die dänische Ostseeinsel Bornholm. Sonne, Meer, ein pudriger Sandstrand, Dünen, ein Ferienhaus am Waldrand. Hot-dogs (natürlich mit der roten Wurst) und frischen Fisch essen, mit viel Zucker bestreuten Ymer und Eiscreme satt. Glück pur.

Wasser spielt bei meinen Herzensorten immer die tragende Rolle, ja, bedingt sie tatsächlich. Vor zwei Jahren war ich das erste Mal in Lissabon (wenn auch nicht das erste Mal in Portugal) und das „Zoomgefühl“ von Bornholm schlug erneut zu. Erklären lässt sich so ein Gefühl nicht, es ist schlicht und ergreifend da oder auch nicht.
Das Flair dieser Stadt, die Farben, das Licht, das Meer und die Stimmung packten mich einfach und lassen mich seitdem nicht wieder los. Nächstes Jahr ist ein weiterer Besuch ein Muss!

Abendstimmung. Blick vom Castelo de Sao Jorge auf Lissabon.

Etwas südlich Lissabons, auf der anderen Seite der Brücke Ponte 25 de Abril, zieht sich ein kilometerlanger Sandstrand die Atlantikküste entlang. Eine kleine Schmalspurbahn mit offenen Einstiegsplattformen zuckelt gemütlich 9 km durch die Dünen und hält an vielen Strandbars und Stränden. Neben Lissabon sind die Fahrten mit dieser Bahn die schönsten Erinnerungen an diesen Urlaub. Man kann mit den Fingern träge durch den Sand fahren, während der sanfte Fahrtwind das Gesicht streichelt. Auf der einen Seite blickt man zum Meer, auf der anderen Seite zu den Dünen und Hügeln des Umlands. Auf dem Rückweg am Abend, wenn das Licht weicher und fahler wird, die Haut von der Sonne glüht und die Haare im Wind wehen, kommt ein glückliches Gefühl auf, was nach Salz schmeckt und sich wie Freiheit anfühlt.

Fahrt in der kleinen Bahn den Strand entlang

Nächste Woche geht es für ein paar Tage nach Kopenhagen. Ob es nun ein weiterer Herzensort wird oder auch nicht, ich freue mich schon sehr darauf, diese Stadt zu entdecken. Die Tatsache, dass sie am Meer liegt, spricht schon einmal nicht gegen sie. :-)

Natürlich spielen Faktoren wie Urlaub, Urlaubsstimmung generell und die Person(en), die einen begleiten, ein große Rolle.
Die beiden hier vorgestellten Orte sind einfach die für mich rückblickend Plakativsten, wenn es um Glücksorte geht. Derer gibt es in meinem Alltag selbstredend zahlreiche andere Orte: Meine Heimatstadt Berlin zählt genauso dazu wie die Arme meines Freundes. Letzter ist und bleibt mein Lieblingsort.

Was ist mit Euch?

 

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7 Comments

  • Reply strawberrymouse germany

    Ich habe nicht direkt den "Herzensort", aber sobald ich den Geruch vom warmen Sand in der Nase habe, das Meeresrauschen höre und die Sonne scheint, bin ich absolut glücklich. Liegt vermutlich daran, dass ich mit meinen Eltern die Urlaube immer im Süden verbracht habe.
    Es gibt aber auch 3 Orte in die ich mich verliebt habe und die ich namentlich nennen kann ;). Das erste Mal, dass ich diesen "es hat zoom gemacht"-Moment hatte, war in Berlin. Noch heute einer meiner Lieblingsstädte. Länger Zeit gelassen habe ich mir mit Frankfurt/M, wo ich mal eine zeitlang lebte und das ich heute noch etwas mehr liebe als Berlin, aber wenn man irgendwo ist, kann man sich eben besser kennen lernen ;). International macht mich Singapur glücklich und in San Francisco habe ich mich auch so ein bisschen "verknallt".
    Sehr schöner Post!

    12. September 2015 at 9:10
    • Reply DurchgrueneAugen

      Freut mich zu hören, dass Dir der Post gefallen hat! :-)
      Ist immer spannend zu hören, was andere Leute für Lieblingsorte haben. Ich glaube, San Francisco könnte mir auch gefallen.

      12. September 2015 at 15:00
  • Reply Hélianthe von WasmachtHeli com

    Hach, was für ein schöner Post.
    Das Foto von Lissabon ist wunderbar. Sieht total schön aus.

    Bei mir spielt Wasser übrigens auch immer eine Rolle. Ein Ort bzw. Orte, an denen ich mich sehr wohl gefühlt habe, war die Gegend Kappeln, Eckernförde, Ostsee.

    18. September 2015 at 10:53
    • Reply DurchgrueneAugen

      Hallo Heli!
      Lustig, meine gesamte Verwandtschaft kommt aus Flensburg, ich bin aber in Berlin geboren. Ist ja nicht so weit weg von Kappeln und Co! :-)
      Ich bin gerade aus Kopenhagen wiedergekommen…Wunderschöne Stadt! Bin noch total geflashed irgendwie und muss erstmal ankommen.
      Liebe Grüße!

      20. September 2015 at 11:02
  • Reply Schümli

    Liebe Meike,

    dein Artikel hat mich sehr bewegt. Und was für wundervolle Bilder! Man merkt sofort, dass du als Fotografin eine Verbindung zu den Orten hast.

    Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir spontan 4 Orte ein, die ich mit Heimat/Kindheit/Geborgenheit verbinde und zu denen meine Gedanken immer wieder hinwandern, wenn ich Ruhe zum Einschlafen finden will oder einfach nur einem tristen Alltag entfliehen. Das sind zum einen die sonnengeküssten Ostseestrände, an denen ich in meiner Kindheit im Urlaub mit meinem Vater bunte Steine und Muscheln gesammelt habe, zum anderen meine jetzige Heimat, der Bodensee mit seinen weich abfallenden Ufern und den Alpen, die man beim Blick in die Ferne mit ihren schneebedeckten Wipfeln bewundern kann, dort kann man es sich auch abends nach dem Sonnenuntergang mit einer Picknickdecke am Ufer gemütlich machen und hinüber am anderen Ufer in Richtung der glitzernden Lichter träumen, die ich gerne meine "Diamantengrotte" nenne. Dann liebe ich natürlich den Hohentwiel mit seiner wunderschönen Burgruine, zu dessen Fuß mein Geburtskrankenhaus liegt und nicht zuletzt die weitgestreckten Felder hinter dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Dort fuhr ich im Sommer immer gerne Inlineskates, wenn ich nach der Schule den Kopf freibekommen wollte und sog meine Lungen voll mit sommerlicher Landluft.

    Schön, dass dein Post mir das wieder ins Bewusstsein gerufen hat!

    Liebe Grüße,
    Barbara

    21. September 2015 at 7:04
    • Reply DurchgrueneAugen

      Hallo Barbara,
      wie schön zu hören, dass mein Post Dich gedanklich wieder an Deine Herzensorte katapultieren konnte! Das freut mich sehr.
      Solche Orte können einem wirklich Kraft geben und ein Lächeln auf die Lippen zaubern, und sei es nur der Gedanke an sie.
      Liebe Grüße!

      21. September 2015 at 11:08
  • Reply Limalisoy

    Ein wunderbarer Beitrag, den ich erst durch die Vernetzungsaktion von Lotte & Lieke gefunden habe. Nun bin ich aber nicht nur gekommen, um zu stöbern, sondern bei deinem Angebot auch gekommen um zu bleiben.
    Ich stöbere dann mal durch den Blog,
    Herzlichst,
    Yvonne

    7. Juli 2016 at 13:14
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